Schwarzer Tee

Leicht wie ein klassischer Darjeeling. Kräftig wie ein Assam. Sowohl als auch. Ostfriesisch mit Sahne und Klüntje. Pur. Spritzig aus der afrikanischen Hochlandebene. Wie ein Hauch von Karamell. Kastanienrot aus japanischen Gefilden. Als Kaffeeersatz. Zum Nachmittagstee. Kurz: Schwarzer Tee kann alles. Aber vor allem eins: Vielfältig sein.

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Schwarzer Tee

Watanabe Gin-Kei Bio

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Schwarzer Tee

China Golden Snail

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Schwarzer Tee

Assam TGFOP

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Schwarzer Tee

Ostfriesen-Mischung

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Schwarzer Tee

Assam FBOP

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Du möchtest mehr erfahren über Schwarzen Tee?

Schwarzer Tee zählt zu den fermentierten Teesorten. Deswegen sieht Schwarzer Tee im trockenen Zustand recht dunkel aus. Nach dem Aufbrühen erhältst du typischerweise eine dunkle Tasse mit einem eher kräftigen Aroma. Je nach Anbaugebiet, Teestrauchvarietät und Produktionsverfahren, kann dein Schwarzer Tee jedoch ganz verschieden schmecken.

Klassische Anbaugebiete von Schwarzem Tee:

Zu den klassischen Anbaugebieten von Schwarzem Tee zählen neben dem Mutterland des Tees – China – die starken Exportanbaugebiete in Indien mit dem populären Assam sowie Darjeeling, Sri Lanka mit dem Ceylon-Tee und Afrika, aber auch kleinere Produktionsländer wie Thailand oder Myanmar.

Wie wächst Schwarzer Tee?

Schwarzer Tee wird aus der Teepflanze gewonnen, die zur Gattung der Kamelien und der Familie der Teestrauchgewächse zählt. Neben der Mutterpflanze Camelia sinensis, die besonders zartes Blattgut hervorbringt, gibt es noch zwei weitere Teestrauchvarietäten: Die Camelia assamica und die Camelia cambodia. Camelia assamica ist sehr robust, bringt ein schönes, kräftiges Aroma hervor (Assam-Tee) und wird deswegen gerne für den Anbau von Schwarzem Tee genutzt. Die Camelia cambodia zeichnet sich durch ihre Robustheit und gute Erntemengen aus und wird für Kreuzungen genutzt. Kreuzungen von Teestrauchvarietäten kommen beim Teeanbau überwiegend zum Einsatz.

So wird Schwarzer Tee produziert:

Nach der Ernte der frischen Teeblätter entscheidet erst die Weiterverarbeitung darüber, ob Schwarzer Tee, Grüner Tee, Weißer Tee, Oolong, Gelber Tee oder Pu-Erh entsteht. Die klassischen Produktionsschritte beim Schwarzen Tee sind: Pflücken, Welken, Rollen, Fermentieren, Trocknen und Sortieren. Durch die Fermentation unterscheidet sich Schwarzer Tee von den anderen Teesorten.

Was passiert bei der Fermentation?

Wenn die Teeblätter welken, wird dem Blatt Feuchtigkeit entzogen, es wird lederiger und kann in der Folge leichter verarbeitet werden. Die Blattenzyme werden nicht, deaktiviert, wie bei der Verarbeitung von Grünem Tee. Wird der Tee nun gerollt, brechen die Blattzellen auf und der Zellsaft kommt mit dem Luftsauerstoff in Berührung. Die Fermentation bzw. Oxidation beginnt. Gerbstoffe wandeln sich in ätherische Öle, u.a. Theaflavine, um. Das Blatt färbt sich von grün zu kupferrot . So entwickeln sich statt grasig-herber Aromen, wie sie typisch für einen Grünen Tee sind, aromatisch volle Aromen sowie Düfte. Sobald sich das richtige Aroma entwickelt hat, wird der Tee auf eine Restfeuchte von 3–5 % getrocknet.

Assam, Ceylon, Darjeeling – Besonderheiten:

Die unterschiedlichen Geschmacksnuancen entstehen bei Tee allgemein durch die klimatischen sowie geologischen Anbaubedingungen, die genutzten Teesträucher bzw. Hybride und die Anweisungen des sogenannten Tea makers während der Weiterverarbeitung. Schwarzer Tee kann somit ganz verschieden schmecken: Wer Assam-Tee (aus Camelia assamica) trinkt, mag es gerne malzig-kräftig und u. U. mit einem Schuss Milch. Darjeeling (aus Camelia sinensis)hingegen ist ein sehr milder Schwarzer Tee, der mit seinem teils feinen Muskataroma auch als Champagner der Tees gilt. Schwarzer Tee aus Sri Lanka – auch Ceylon-Tee, nach seiner ehemaligen Kolonie, genannt – entwickelt typischerweise eher spritzig-zitrusfrische Aromen.

Chinesischer Roter Tee und japanischer Koucha – Besonderheiten:

Chinesischer Schwarzer Tee wird in China auf Grund seiner Farbe als Roter Tee bezeichnet. Geschmacklich fällt er sehr verschieden aus. Ein Golden Yunnan aus der gleichnamigen Region Yunnan kann fruchtig-malzig sein, ein Golden Snail aus der gleichen Region kommt würzig-karamellig daher. Und ein japanischer Koucha, was übersetzt ebenfalls Roter Tee bedeutet, überrascht gerne mit mild-fruchtigen Noten.

First Flush, Second Flush – auch der Erntezeitpunkt entscheidet über Geschmack:

In Abhängigkeit von der Region und den klimatischen Temperaturschwankungen finden bei Tee zwei große Haupternten pro Jahr statt. Der sogenannte First Flush und der Second Flush. Die erste Ernte findet im Frühling zwischen März und Mai statt, die zweite Ernte zwischen Mai und Juli. Bei diesen Ernten werden nach einer längeren Ruhephase sehr zarte Teeblätter geerntet. Bei Zwischenernten und der abschließenden Herbsternte lässt die Blattqualität etwas nach. In Afrika und Sri Lanka kann klimatisch bedingt das ganze Jahr hindurch Tee geernet werden.

Assam TGFOP und Darjeeling SFTGFOP 1 – was bedeuten die Buchstaben?

Die Buchstabenkombinationen stehen für die Teequalität und wurden während der Kolonialzeit eingeführt. Bis heute gelten sie als internationales Standard für Schwarzen Tee und werden insbesondere für indischen Tee wie Assam oder Darjeeling stets in gleicher Reihenfolge verwendet. Die Bedeutungen: S – Special, F – Finest, T – Tippy, G – Golden, F – Flowery, O – Orange, P – Pekoe. Die „1“ beim Darjeeling steht für herausragende Exklusivität, quasi die „Nummer 1“. Über die einzelnen Buchstabenkürzel kannst du in unserem Magazinbeitrag „Tee lesen: Blattgrade, Buchstabenkürzel und ihre Bedeutung“ mehr erfahren. Kurz zusammengefasst: Je mehr Buchstaben desto kostbarer ist die Teequalität.

Wie bereitest du deinen Schwarzen Tee am besten zu?

Schwarzer Tee kommt mit 100 °C heißem Wasser gut zurecht. Eine Ziehzeit von 3–4 Minuten, je nach Tee, solltest du nicht überschreiten. Sonst haben sich zu viele Gerbstoffe gelöst und dein Tee schmeckt sehr bitter. Mit einem Gaiwan oder einer Kyusu kannst du hochwertige Schwarze Tees mit der Mehraufgussmethode genießen und ein noch spezielleres Teeerlebnis erfahren.