Weißer Tee

Weißflaumige Frühlingsknospen. Mit viel Fingerspitzengefühl geerntet. Schonend getrocknet. Weißer Tee ist ein Spitzentee. Und so schmecken Pfingstrose, Silbernadel & Co. auch. Zunächst süßlich bis herb. Im Abgang aber immer ausgesprochen zart und leicht. Einst nur am kaiserlichen Hof zubereitet, gilt Weißer Tee mit seiner angenehmen Milde als der perfekte Morgentee. Wie gemacht für jeden aufmerksamen Teetrinker.

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Weißer Tee

Weißer Tee verdankt seinen Namen nicht etwas seiner Tassenfarbe – die ist nämlich meist zart bernsteinfarben – sondern seiner optische Erscheinung direkt nach der Ernte. Die jungen Blattknospen sind im trockenen Zustand in einen weißen Flaum gehüllt. So sehen Weiße Tees in Spitzenqualität tatsächlich ganz weiß aus. Und auch ihre Namen – Silver Needle, Snow Buds oder Pai Mu Tan (Weiße Pfingstrose)– lassen das schon erahnen.

Woher kommen Weiße Tees?

Überwiegend wird Weißer Tee in China in der Region Fujian angebaut. Sehr bekannt ist der chinesische Pai Mu Tan Tee (Weiße Pfingstrose). Aber auch auf Sri Lanka werden erstklassige Weiße Tees hergestellt.

Wie wird Weißer Tee angebaut?

Weißer Tee wird aus der Teepflanze gewonnen, die zur Gattung der Kamelien und der Familie der Teestrauchgewächse zählt. Neben der Mutterpflanze Camelia sinensis, die besonders zartes Blattgut hervorbringt, gibt es noch zwei weitere Teestrauchvarietäten: Die Camelia assamica und die Camelia cambodia. Camelia assamica ist sehr robust und bringt ein schönes, kräftiges Aroma hervor (Assam-Tee). Die Camelia cambodia zeichnet sich durch ihre Robustheit und gute Erntemengen aus und wird gerne für Kreuzungen verwendet. Für Weiße Tees verwendet man im Anbau gerne die Camelia sinensis.

So wird Weißer Tee verarbeitet:

Nach der Ernte der frischen Teeblätter entscheidet die Weiterverarbeitung darüber, ob Schwarzer Tee, Grüner Tee, Weißer Tee, Oolong Tee, Gelber Tee oder Pu-Erh entsteht. Die klassischen Produktionsschritte beim Weißen Tee sind: Pflücken, Welken, Trocknen und Sortieren. Damit ist die Produktion die kürzeste aller Teesorten. Allerdings muss Weißer Tee sehr behutsam behandelt werden.

Warum ist bei der Herstellung von Weißem Tee Fingerspitzengefühl gefragt?

Bereits der Erntezeitpunkt entscheidet darüber, ob ein Weißer Tee erstklassig wird. In den frühsten Morgenstunden befinden sich in den Blattzellen noch besonders viele Aminosäuren. Diese Säuren sorgen für das süßliche Aroma, wie es typisch ist für Weiße Tees. Diese Säuren bilden sich nur unter Ausschluss von Sonneneinstrahlung – sprich nachts. Sobald die Sonne wieder ins Spiel kommt, verbraucht die Teepflanze die Aminosäuren für ihren eigenen Stoffwechsel.

Da für Weißen Tee nur die noch geschlossenen Blattknospen verwendet werden, ist ausgesprochenes Fingerspitzengefühl bei der Ernte gefragt. Mit Maschinen wäre diese genaue Ernte nicht möglich. Die Blätter dürfen nicht zu sehr einreißen, damit es nicht zu einer ungewollten Fermentation wie z.B. bei Schwarzem Tee kommt.

Weißer Tee Sorten – Silver Needle und Pai Mu Tan Tee:

Je jünger und zarter die verwendeten Blätter desto edler. Spitzenanteil/One leave and a bud –> Silver Needle Pai Mu Tan Tee(Weiße Pfingstrose)

Weißer Tee Wirkung oder Ist Weißer Tee gesund?

Weißer Tee ist Tee in einem sehr naturbelassenen Zustand. Da sich das Koffein an die Gerbstoffe und Aminosäuren (Eiweißbausteine) bindet, kann das Koffein nicht so gut vom Körper aufgenommen werden. Deswegen wirkt Weißer Tee weniger anregend als Grüner Tee oder Schwarzer Tee. Weißer Tee gilt als gesund. Wir stufen aber auch Grünen Tee und Schwarzen Tee als gesund ein, zu mal jede Verarbeitung verschiedene Inhaltsstoffe in den Vordergrund schiebt. Weißer Tee in Bio-Qualität ist nicht immer leicht zu bekommen, aber wie in allen Bereichen der Lebensmittelproduktion zu bevorzugen.

Wie schmeckt Weißer Tee?

Weißer Tee schmeckt sehr mild, gerade, wenn du sonst kräftigere Teesorten gewohnt bist. Trotzdem solltest du dir die Zeit nehmen, Weiße Tees kennenzulernen. Es lohnt sich, die leichten frisch-floralen Aromen dieses kostbaren Tees zu entdecken. Und als Cold brew eignet sich Weißer Tee wie Pai Mu Tan oder Silver Needle ebenfalls.

Wie wird Weißer Tee zubereitet?

Weißer Tee sollte mit ca. 70 °C heißem Wasser zubereitet werden, um die feinen Aromen nicht nachteilig zu beeinflussen. Es empfiehlt sich die Zubereitung mit der Mehraufgussmethode in einem Gaiwan, einer Kyusu oder einer Shiboridashi, um alle Geschmacksnuancen auszukosten.