Die angehende Teemeisterin Chizuru

Die angehende Teemeisterin Chizuru freut sich auf eine traditionelle Teezeremonie am Elbufer.Aufschäumen des grünen Matchas in der Teeschale.

Wir blicken zurück auf das Jahr 2017. Im Spätsommer ist Chizuru Tanaka zurück in ihre Heimat gegangen. Ein Jahr lang hat die Japanerin, deren Name ins Deutsche übersetzt „1000 Kraniche“ bedeutet, für Teerausch gearbeitet.

Japanische Authentizität

Mit ihrer Authentizität war Chizuru eine große Bereicherung für das Teegeschäft. Als angehende japanische Teemeisterin hat sie Einblicke in die japanische Teekultur gegeben und Fachwissen vermittelt.
Zum Abschied gab es noch ein mal eine letzte traditionelle Teezeremonie am Elbufer mit unserer zukünftigen Japan-Korrespondentin. Denn Chizuru wird uns mit ihrem Wissen erhalten bleiben und mit dem ein oder anderen Beitrag direkt vor Ort berichten.

Dresdner Aufgeschlossenheit und Flair

Chizuru hat insgesamt 4 ½ Jahre in Deutschland, in Dresden, gelebt. In der Zeit hat sie viele liebe Menschen kennengelernt. „Ich mag die freie und aufgeschlossene Atmosphäre, und dass die Leute fleißig arbeiten und gerne Neues dazulernen, aber auch ihren Urlaub und ihre Freizeit sehr genießen.  Die Leute sind offen und sagen ihre Meinungen direkt.  Sie sind nicht doppelzüngig.“ Außerdem ist ihr Teerausch sehr ans Herz gewachsen. Für das Team und das Teesortiment hat sie bislang noch kein japanisches Pendant gefunden. Aber auch das Stadtflair hat es Chizuru angetan: „Ich vermisse auch die schöne Altstadt und die Neustadt, die Steinpflaster und einfach alles in Dresden!!!“

Deutsche und japanische Trinkgewohnheiten

Früh morgens, mittags und am Abend trinkt die Japanerin wie gewohnt Tee. Schließlich ist Teetrinken in Japan Tradition. Anders als in Dresden trinkt man dort jedoch überwiegend nur Grüntee. „Es gibt meistens Teeläden, in denen nur grüner Tee verkauft wird und nur ganz selten verschiedene Sorten wie bei Teerausch.  Trotzdem interessieren sich gerade die japanischen Frauen auch sehr für Früchte- und Kräutertees.“ In Dresden hat Chizuru so Abendtees für sich entdeckt, die durch ihren Kräuter- und Früchteanteil für Entspannung sorgen.  Aber auch Schwarztee und „Mugicha“ trinkt sie gern. „Mugicha ist aus Getreide, geröstet und koffeinfrei.  Auch mein 3-jähriger Sohn mag Mugicha.“

Chizurus Teerausch-Lieblingstees

Eigentlich mag Chizuru fast alle Tees im Teerausch.  Ganz besonders schätzt sie aber den Koucha und den Asatsuyu der Familie Watanabe, Kusacha von Morimoto, die Dräsd’ner Mische, Waldfrucht, schwarzen Flugtee und den Grüntee mit Zitrone und Ingwer.

Matchatrend

Bis sie Teerausch kennenlernte, hat Chizuru Matcha nur traditionell aus der Matchaschale getrunken. Dann hat sie von neuen, trendigen Zubereitungsarten wie der Matcha Latte erfahren. Das trinkt sie nun auch sehr gerne. Trotzdem hat sie immer noch ein Faible für hübsche Matchaschalen. Besonders die Farbtöne der tschechischen Keramikkreationen haben es ihr sehr angetan.

Ausbildung zur Teemeisterin

Chizuru mag Tee aber nicht einfach nur, sie ist eine richtige Expertin. Seit 1998 durchläuft die Japanerin die Ausbildung zur Teemeisterin. Um alle kleinsten Kniffe und Bewegungsabläufe zu beherrschen, dauert die Ausbildung viele Jahre. Bis Chizuru nach Dresden zog, wurde sie viele Jahre lang jeden Samstag von ihrer Teelehrerin in der Welt des Tees und der richtigen Zubereitung unterrichtet. Zwischen 2005 und 2012 war Chizuru Mitglied einer Gruppe angehender Teemeisterinnen, die am Wochenende bei verschiedenen Veranstaltungen Teezeremonien durchführte. 2008 gab es monatliche Fortbildungen direkt in der „Urasenke“-Zentrale in Kyoto. Weg aus ihrer Heimat ließ Chizuru ihre weitere Ausbildung nicht unberührt. „Zwischen 2013 und 2014 war ich Mitglied der Urasenke Gruppe in Prag. Ich habe von meinen Lehrern in Kyoto, aber auch in Prag sehr viel gelernt.  Ich muss mehr lernen und möchte in Zukunft alles wie meine Lehrer beherrschen.“

Wir wünschen Chizuru dabei und bei allen anderen großen und kleinen Herausforderungen gutes Gelingen!

ありがとう/ Arigatou / Danke und さようなら/ Sayounara / Auf Wiedersehen!



Birte
– Teexterin –

Am liebsten trinkt Birte einen schönen Faulenzertee.
Denn wie Pipi Langstrumpf einst schon sagte: Faul sein ist wunderbar.
Trotzdem ist sie natürlich ganz fleißig für Teerausch unterwegs, textet,
kümmert sich um das Marketing und bastelt nebenbei noch an der Deko für die Schaufenster.
Zum Entspannen setzt sie sich gerne auf ihr Fahrrad
oder wandert durch die Sächsische Schweiz.